Mehr Geld für Planetenforschung und Space Launch System: NASA-Budget aufgestockt

m Jahr 2016 bekommt die US-Raumfahrtbehörde NASA rund 1,3 Milliarden US-Dollar mehr als erwartet. Die Gewinner der Budgeterhöhung sind zum Beispiel die Planetenforschung und das Space Launch System - wie schon im vergangenen Jahr. Die Budgetplanung der US-Regierung für 2016 hält nicht nur eine überfallartige Einbindung neuer Sicherheits- und Überwachungsgesetze bereit, sondern auch eine Überraschung für die Raumfahrtbehörde NASA: Sie bekommt im Jahr 2016 19,3 Milliarden US-Dollar – das sind 1,3 Milliarden mehr als 2015, wie die Planetary Society berichetet. Davon profitierenunter anderem Projekte und Abteilungen, die auch vor einem Jahr finanziell besonders bedacht wurden.

Gegenüber den Budgetvorschlägen sind das gute Nachrichten für diverse Projekte. Die Abteilung für die Erforschung von Planeten bekommt mit 1,631 Milliarden US-Dollar etwa 270 MIllionen mehr als angefordert. So können der Mars-Rover Opportunity und die Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter weiterbetrieben werden.

Das Projekt für den Nachfolger des Mars-Rovers Curiosity, der voraussichtlich 2020 gestartet werden soll, bekommt 22 Millionen US-Dollar mehr. Eine Mission zum Jupitermond Europa kann ihr Budget um insgesamt 200 MIllionen US-Dollar aufstocken: 175 Millionen für die eigentliche Mission und 25 Millionen für die Entwicklung von "icy satellites surface technology", also Systeme für den Einsatz auf der Oberfläche von Eisplaneten wie Europa.

Die Commercial Crew der NASA (die Abteilung, die sich um den Transport von Besatzung und Gütern etwa zur Internationalen Raumstation ISS kümmert), bekommt ihre benötigten 1,243 Milliarden Dollar. Die Arbeiten an den Transportprojekten CST-100 Starliner (Boeing) und Dragon V2 (SpaceX) können damit wie vorgesehen weiterlaufen.

Parallel dazu bekommt das Raketenprojekt Space Launch System (SLS) mit 2 Milliarden US-Dollar fast die Hälfte mehr, als die NASA selbst dafür angefordert